Phoenix-AG
29.01.2011
in Kassel
11.04.2011
in Göttingen
02.07.2011
in Frankfurt
am Main
26.10.2011
in Frankfurt
am Main
26.01.2012
in Göttingen
28.04.2012
in Mannheim
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Phoenix-AG
Auszug aus dem
Protokoll des AG-Treffens am 11.04.2011 in Göttingen:
Wir haben den Entwurf
eines Onlinefragebogens für Betroffene, TherapeutInnen, BeraterInnen und
Verbündete vorgestellt und diskutiert.
[...]
Zum Thema „Möglichkeiten der Verbesserung von Therapiemöglichkeiten
innerhalb des bestehenden Verfahrens“ soll es auf der kommenden
Jahrestagung der DGTD evtl. einen Workshop geben, womit ein Impuls aus der
AG bereits jetzt Kreise ziehen würde.
[...]
Zusammenfassung der bisherigen Korrespondenz / Tischvorlagen / Mögliches
Vorgehen / Antragsverfahren
[...]
einige Gedanken hierzu:
- Die herkömmliche Behandlungspraxis schadet insofern, als sie eine
Illusion der Angemessenheit nährt und zu erlernter Hilflosigkeit beiträgt.
Vor allem die erzwungenen Bindungsabbrüche im therapeutischen Rahmen sind
hier von fataler Bedeutung.
- Wichtig in der Debatte um Traumatherapie ist zu betonen, dass auch und
vor allem destruktive Bindungen und komplexe Traumatisierungen eine
langfristige therapeutische Beziehung erforderlich machen. Hierzu sind
Textbeiträge in Arbeit.
- Die Symptombehandlung bei Traumatisierten (etwa die singuläre Behandlung
von Essstörungen, Süchten, Depressionen oder Angsterkrankungen) stellt
sich immer wieder als ineffizient heraus. Forschungsergebnisse hierzu wie
etwa in der ACE (Adverse Childhood Experiences)-Studie von Felitti u.a. –
www.acestudy.org – belegen dies. Dem muss
das Gesundheitswesen
Rechnung tragen.
- Weiterarbeit im Netz ist notwendig.
- In Bezug auf die „Bundesinitiative der Betroffenen von sexualisierter
Gewalt und Missbrauch im Kindesalter“ -
http://die-bundesinitiative.de/ wurde die
Frage der Instrumentalisierung für politische Zwecke diskutiert.
Zielformulierung:
Als Ziel der Arbeitsgruppe wird die Forderung der Initiative übernommen:
„Angemessene Psychotherapie für traumatisierte Menschen“
Weiter soll darauf hin gearbeitet werden, dass GutachterInnen im
KK-Verfahren über eine psychotraumatologische Kompetenz verfügen.
[...]
Die Frage stellt sich, ob auch eine Richtlinienveränderung als Ziel
aufgenommen werden sollte. Entscheidend dürfte hier der Hinweis sein, dass
Behandlungen dem Gesundheitssystem
schließlich viel Geld sparen, weil ansonsten eine Chronifizierung der
Beschwerden aufgrund komplexer Traumatisierungen droht. Es gibt bspw.
Forschung, dass durch den Umgang mit MisshandlerInnen der Cortisolwert im
Speichel von Kindern nachweisbar steigt, was den Stresspegel sichtbar
macht.
[...]
Darüber hinaus hilft Vernetzung der Behandlungen, Kosten einzusparen. Die
Behandlungsrichtlinien der DeGPT sowie andere Studien sollen beachtet bzw.
gesammelt werden.
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